In the halls of the Red Wolf, where the brave shall live forever...

Nach der großen Apokalypse entstand unter den Überlebenden eines Stammes ein neuer Glaube, der seine Wurzeln in einer alten Naturreligion hat. Die Ahnen des Stammes verehrten ursprünglich die Kräfte der Natur: Sonne, Erde, Tiere und die Kreisläufe des Lebens. Alles wurde als Teil eines großen Gleichgewichts verstanden, und die Menschen sahen sich selbst lediglich als einen Teil dieses Gefüges.

Dieser Glaube wandelte sich grundlegend, als die Ahnen auf eine besondere Stätte stießen, die später als der erste Tempel des Roten Wolfs bekannt wurde. (In Wahrheit handelte es sich um eine verlassene Fabrik aus der Zeit vor dem Untergang der alten Welt. Voll automatisiert und lief sie noch immer. Dort waren in metallenen Behältern ein Getränk mit dem Namen „Roter Wolf“ gelagert).

Für die Ahnen war dies ein Zeichen. Sie glaubten, die Essenz eines Gottes entdeckt zu haben – des Roten Wolfs, der fortan zur höchsten und einzigen Gottheit ihres Glaubens erklärt wurde. Die metallenen Behälter galten als heilige Gefäße, und die Flüssigkeit darin als Manifestation der Kraft dieses Gottes. Denn wenn man davon trank, nahm es einem die Müdigkeit und schärfte die Konzentration.

Eine weitere Legende erzählt über den Ursprung der Dunkelzeit nach dem großen Krieg. Nach dieser Überlieferung wurde der Rote Wolf zornig über die Art, wie die Menschen die Erde behandelt hatten. In seinem Zorn verschlang er die Sonne und hüllte die Welt in jahrzehntelange Dunkelheit. Erst als genügend Leben vergangen war und die Welt sich zu reinigen begann, wurde der Rote Wolf satt und ließ die Sonne wieder frei. Das Wiedererscheinen des Lichts gilt daher als Zeichen seiner Gnade.

Der zentrale Leitspruch des Glaubens lautet:
„Der Rote Wolf gibt es, der Rote Wolf nimmt es.“

Trotz der neuen Gottheit blieb der Glaube stark von seiner naturreligiösen Herkunft geprägt. Die Anhänger suchen Erklärungen für die Welt vor allem in der Natur. Krankheiten, Wachstum, Tod und Erneuerung werden als Ausdruck des Willens des Roten Wolfs verstanden, der durch die natürlichen Kreisläufe wirkt.

Geführt wird die Gemeinschaft von den Schamanen des Roten Wolfs. Sie gelten als Vermittler zwischen dem Stamm und der Gottheit. Über ihnen stehen die Großen Schamanen, die als direkte Sprachrohre des Roten Wolfs angesehen werden. Ihre Visionen und Deutungen bestimmen wichtige Entscheidungen des Stammes.

Alles braucht seinen Ausgleich. Leben und Tod, Wachstum und Verfall, Geben und Nehmen – all dies sind Teile eines notwendigen Gleichgewichts. In den Augen der Gläubigen sorgt der Rote Wolf dafür, dass dieses Gleichgewicht letztlich immer wieder hergestellt wird.

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